Inhalt

Lesewettbewerb an der GDS

Veröffentlicht am:

Das Finale des diesjährigen Lesekönig-Wettbewerbs ist fest in Mädchenhand. Sechs Drittklässlerinnen nehmen am Vorlesetisch in der Turnhalle – vor ihrem gespannten Publikum – Platz und vertreten die Geschwister-Devries-Grundschule mehr als bravourös.

 

Annabel (3a), Emma (3b), Edda (3c), Ella (3a), Johanna (3b) und Marit (3c) machen es der Jury, bestehend aus Sigrun Hintzen von der gleichnamigen Buchhandlung aus Kleve, Christian Burokas (Sparkasse Rhein-Maas, Geschäftsstelle Uedem) und Corinna Denzer-Schmidt, Redakteurin bei den Niederrhein-Nachrichten, wahrlich nicht leicht. Um es gleich vorwegzunehmen: Am Ende sind es wirklich nur allerkleinste Nuancen, in denen sich die vorgetragenen Passagen unterscheiden.

Und als die Punkte, die sich aus Lesetechnik, Textgestaltung und -verständnis zusammensetzen, ausgerechnet werden, ist die Sensation perfekt: Es gibt drei erste und drei zweite Plätze – und keinen dritten Platz! „Das hatten wir noch nie“, staunt Sigrun Hintzen, als die Jury ihre Beratung abgeschlossen hat. Aber wie es so schön heißt: Für alles gibt es ein erstes Mal.

Beim Vorlesen können die Mädchen natürlich noch nicht wissen, wie sie beim Wettbewerb abschneiden, aber alle sechs haben sich bestens vorbereitet. Annabel ist sozusagen die „Eisbrecherin“ und eröffnet den Vorlese-Reigen. Sie hat sich „Wecke niemals einen Schrat“ von Wieland Freund ausgesucht. Elf Jannis, seine Freundin Motte und eine Gefahrenprüfung, für die Jannis nicht gelernt hat, sorgen für Spannung bei den Zuhörern. Kaum zu glauben, wie schnell fünf Minuten vorbei sind, wenn es um die Abenteuer aus dem Elfenwald geht. Auch Ella hat sich für den „Schrat“ entschieden, „weil ich Tiere mag und Tiere auf dem Buch drauf sind“, erklärt sie, bevor sie ihre gelungene Interpration des Textes vorträgt. Die „Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer fasziniert Edda und Emma. Gemeinsam mit Eisbär Murphy gehen sie und ihre Zuhörer auf die Suche nach verschwundenen Opernkarten – Mozart wird gegeben. Wer die wohl geklaut hat? Die Auflösung dieses Rätsels sorgt für großes Gelächter.

„Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat“ von Marc-Uwe Kling ist die Wahl von Johanna und Marit. Marit ist die letzte Vorleserin an diesem Tag und auch für dieses Lesekönig-Jahr. „Schade, oder?“, fragt Sigrun Hintzen und die Kinder stimmen ihr zu. Viel zu schnell ist der Wettbewerb vorbei – in der Turnhalle sitzen die Klassenkameraden bequem auf Turnmatten und Bänken und lauschen gerne den verschiedenen Passagen. Ganz bestimmt regt sich auch Mitleid mit Tiffanys Vater, der sich gerade sein Buch schnappen und lesen möchte, als Tiffany ihm die Sache mit dem Badewasser beichtet...

Flüssig, souverän und mit schöner Betonung lesen die Mädchen vor und zeigen, was sie in den vergangenen Wochen alles gelernt haben. Der Applaus der Klassenkameraden ist ihnen sicher. Die sind natürlich neugierig, wer den Wettbewerb gewinnen wird und würden gerne einen Blick auf die Bewertungsbögen erhaschen. Doch sie müssen sich noch ein bisschen gedulden, bis das ganz besondere Ergebnis verkündet wird. Stolz und unter dem Jubel ihrer Klassenkameraden nehmen Annabel, Emma, Edda, Ella, Johanna und Marit ihre Urkunden entgegen.

Corinna Denzer-Schmidt

 

Sie haben das Seitenende erreicht.