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Klimaschutz

Das Klima ist essenziell für die Entfaltung der Natur, das Leben der Menschen und hat zu allen Zeiten das gesellschaftliche und wirtschaftliche Verhalten der Menschen beeinflusst. Das Klimasystem der Erde ist ein hochkomplexes Gebilde, in dem bereits kleine Veränderungen Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Klima deutlich stärker als in früheren Zeiten verändert.

Angesichts des weltweiten Klimawandels und der zu erwartenden Energiekostenverteuerung in den nächsten Jahren verfolgt die Gemeinde Uedem die klimapolitische Zielsetzung, den Energieverbrauch und die Energiekosten zu senken sowie durch die Verringerung des CO₂-Ausstoßes einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt zu leisten.

Hier erhalten Sie die Übersicht zu den Klima- und Artenschutzprojekten im Gemeindegebiet Uedem:

Uedemer Streuobstwiesen

Streuobstwiesen (oder bei uns eigentlich besser bekannt als „Obstbongart") umgeben seit Jahrhunderten die Gehöfte rund um Uedem. In vergangenen Zeiten dienten die Streuobst-wiesen der Versorgung mit frischem Obst, das teils bis ins Ruhrgebiet verkauft wurde. Darüber hinaus dienten Äpfel und Birnen als Grundlage für Apfelkraut, Dörrobst und auch für selbsterzeugte Obstbrände. Unter den Bäumen weidete das Vieh, das im Sommer unter den teils mächtigen Bäumen wohltuenden Schatten fand. Mit den EG-Rodungsprämien wurden viele der schönen alten Obstbongarte gerodet, um „diese rückständige Produktionsform zu beseitigen und Platz für moderne Bewirtschaftungs-formen zu schaffen". Gleichzeitig schwand die wirtschaftliche Bedeutung der Streuobstwiesen, da das Obst immer mehr aus Plantagen kam.
 
Inzwischen werden der ökologische Wert und der Wert der alten Obstsorten (insbesondere auch für Allergiker) mit seiner Vielzahl an Varianten wieder erkannt. In Uedem wurden bereits seit 1995 durch die Landjugend Keppeln (später Heimatverein Keppeln) wieder große Obstbaumpflanz-ungen vorgenommen. Die Aktionen der Landjugend wurde unter anderem mit dem Sven-Simon-Preis des Axel Springer Verlages bedacht. Während vor einigen Jahren immer mehr Streuobstwiesen eingestampft wurden, weil sie wirtschaftlich nicht so lukrativ waren wie zum Beispiel Bauland, wird mittlerweile wieder der Ausbau von Streuobstwiesen forciert.

So startete im August 2017 das vom Umweltministerium finanzierte Netzwerk Streuobst-wiesenschutz.NRW.

Erst kürzlich wurde der Naturhof Kirsel für den Einsatz, Schutz, Erhalt, die Pflege und Neuanlage von Streuobstwiesen vom Netzwerk Streuobstwiesenschutz.NRW mit einer Plakette und Urkunde als „Best-Practice-Beispiel“ ausgezeichnet. 

Blühstreifenprojekt

Der Ausbau und Erhalt von Blühstrukturen in der landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft ist ein wichtiger ökologischer Baustein für den Natur- und Artenschutz. Durch die Anlage von Blühstreifen wird die Kulturlandschaft aufgewertet und somit der Lebensraum für Insekten aber auch für Vögel und Niederwild langfristig und nachhaltig gefördert. Vor diesem Hintergrund ist ein Projekt zur Anlage mehrjähriger Blühstreifen in Kooperation mit der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und der Gemeinde Uedem entstanden, welches im Sommer 2020 gestartet ist.

Kurz nach dem Start des Projekts Mitte Juni 2020 konnten bereits mehrere Landwirte gewonnen werden, die auf einer Fläche von insgesamt rund 1,5 Hektar mehrjährige Blühstreifen angelegt haben. Eingesät wurde eine Regio-Saatgutmischung, welche einen hohen Artenreichtum von heimischen Wildkräutern und wenigen Gräserarten enthält. Die Verwendung von regionalen Pflanzensorten ist besonders wichtig, um teilweise stark spezialisierte Insektenarten zu fördern. Aber auch die weniger spezialisierte Arten sowie Niederwild und Feldvögel profitieren von den Streifen als Nahrungsquelle und Deckungsraum.

Ziel der nächsten Projektjahre ist es, insgesamt eine Fläche von bis zu acht Hektar zu akquirieren und mit der bunten Blühmischung einzusäen. Neben dem Beitrag zum Naturschutz und zur Förderung der Biodiversität in der modernen Landwirtschaft, soll auch die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Hierzu werden Infotafeln an den Blühstreifen aufgestellt, die über das Projekt und die Funktion der Streifen informieren.

 

Bunte Vielfalt in Vorgärten

„Schottergärten“ vor den Häusern, frei von Unkraut, aber auch sonst von Pflanzen aller Art, sind vielen Bürgerinnen und Bürgern seit Langem ein Dorn im Auge.

Auch der Rat der Gemeinde Uedem möchte nach den Aussprachen der letzten Jahre lieber blühende und insektenfreundliche Pflanzen im Vorgarten sehen. In neuen Bebauungsplänen zur Entwicklung von Wohnbauland werden daher Festsetzungen zur Grüngestaltung aufgenommen, die die Anlegung von mineralischen Bodendeckungen wie Kies- und Schotterflächen nicht erlauben.

In den bisherigen politischen Beratungen wurde auch über eine mögliche Förderung zur Umwandlung von Schottergärten in naturnahe, bunte Vorgärten nachgedacht. Hierzu sollte eine mögliche Neuauflegung der Landesförderung aus dem Programm „Grüne Infrastruktur" abgewartet werden.

Nähere Informationen folgen.

Photovoltaik Freiflächenanlagen

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels, der Endlichkeit fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas sowie dem Ausstieg aus der Atomenergie ist der Ausbau erneuerbarer Energien eines der vordringlichsten Projekte zur langfristigen Sicherstellung der Energieversorgung. Auf internationaler und nationaler Ebene wurden Ziele definiert, um die CO2-Emissionen signifikant zu reduzieren. Der Bereich der Energieerzeugung besitzt in diesem Zusammenhang ein großes Einsparpotenzial. Um die Klimaziele zu erreichen, ist ein Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien notwendig. Unter den erneuerbaren Energien ist neben der Windenergie die Solarenergie von besonderer Bedeutung.

Die Gemeinde Uedem sieht sich vor dem genannten Hintergrund in der Verantwortung, im Rahmen der Bauleitplanung die Voraussetzungen zur Erzeugung regenerativer Energie zu schaffen.

Im Jahr 2022 wurde daher der Bebauungsplan „Solarpark Steinberger Brüche an der A 57" beschlossen. Das rund 2,9 Hektar große Plangebiet befindet sich am Südrand des Uedemer Gemeindegebiets kurz vor der Stadtgrenze zu Kevelaer, nordöstlich der A 57.

Bereits im Jahr 2010 entstand im nördlichen Gemeindegebiet der "Sonnengarten Lindchen".

Stadtradeln

Was ist STADTRADELN?

STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob Sie bereits jeden Tag fahren oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs sind. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn Sie ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätten. Stadtradeln für ein gutes Klima.

Weitere Informationen

Kontakt


Name: Ulrich Lentz
E-Mail: ulrich.lentz@uedem.de
Telefon: 02825 88-42

Waldumbau am Wasserwerk

Auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerkes am Hoppenweg wird eine Fläche für den ökologischen Ausgleich bei Eingriffen in Natur und Landschaft entstehen. Der aktuell in weiten Teilen aus Nadelgehölzen bestehende Wald soll zu einem naturnahen heimischen, artenreichen Laubwald mit den typischen Zonen eines natürlichen Waldes entwickelt werden. Dazu werden die dominierenden Fichten und die westlich aufstehenden Pappeln entnommen und durch heimische Baumarten ersetzt. Entsprechend der potentiell natürlichen Vegetation und der bereits vorhandenen Eichen wird die Hauptbaumart der Neuanpflanzungen ebenfalls die Eiche darstellen. Als Mischbaumarten dienen weitere Gehölze wie Winterlinde und Esskastanie. Der vorhandene Eichenbestand wird erhalten und in das Konzept integriert. Somit wird ein Kahlschlag vermieden und Deckungsraum erhalten. Außerdem entstehen unterschiedlich alte Waldbereiche, dies erhöht die Strukturvielfalt. Auch im Randbereich der Fläche befinden sich bereits teilweise erhaltenswerte Hecken- und Waldrandstrukturen. Diese werden mit weiteren heimischen Gehölzen zu einem breiten, naturnahen Waldrand entwickelt. Der gesamte Wald wird unter Prozessschutz gestellt. Dadurch werden sowohl Ziele zur Steigerung von Artenvielfalt und Biodiversität als auch des Klimaschutzes gefördert.

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