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gpaNRW bescheinigt: "In Uedem läuft Vieles richtig gut!"

Datum: 18.07.2019

„Viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen kämpfen um eine ausgeglichene Haushaltslage. Umso erfreulicher ist es, mit Uedem eine Gemeinde vorzufinden, die über eine ausreichende Selbstfinanzierungskraft und ein gut durchdachtes Controlling verfügt“, lobt Heinrich Böckelühr, Präsident der Gemeindeprüfungsanstalt (gpaNRW) anlässlich der Vorstellung der Prüfungsergebnisse bei der Gemeinde Uedem.

Von April 2018 bis März 2019 hat ein vierköpfiges Prüfteam der gpaNRW die Themenbereiche Finanzen, Schulen, Sport und Spielplätze sowie Verkehrsflächen genau in Augenschein genommen. In der Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses wurden jetzt die wichtigsten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen durch die Projektleiterin Sandra Diebel, gpa-Prüfer Benjamin Traut sowie Präsident Heinrich Böckelühr persönlich vorgestellt.

„Wir können in Uedem eine positive Entwicklung des Eigenkapitals ausmachen“, erläutert gpa-Prüfer Benjamin Traut den Gemeindehaushalt. „Die Haushaltsplanung ist nachvollziehbar optimistisch. Trotz eines Anstiegs der Verbindlichkeiten in den letzten Jahren zählt Uedem zu den 25 Prozent der Vergleichskommunen mit den geringsten Gesamtverbindlichkeiten je Einwohner.“

Bei der Betrachtung des Offenen Ganztags (OGS) hat die gpaNRW festgestellt, dass der Fehlbetrag je OGS-Schüler unterdurchschnittlich im Vergleich mit den anderen kleinen kreisangehörigen Kommunen ist. „Dies liegt insbesondere an vergleichsweise niedrigen Gebäude-aufwendungen, hervorgerufen durch eine multifunktionale Nutzung der Betreuungsräume“, so die Projektleiterin Sandra Diebel.

Auch die Sportanlagen wurden von der gpaNRW untersucht: „Die Gemeinde Uedem bewirtschaftet zwei Sporthallen mit insgesamt drei Halleneinheiten. Der tatsächliche Bedarf für den Schulsport nimmt aufgrund der auslaufenden Verbundschule jährlich ab. Gleichwohl rechnet dieGemeinde in den nächsten Jahren mit steigenden Schülerzahlen im Grundschulbereich. Nach Auslaufen der Verbundschule wird sich die Gemeinde bezüglich der Sporthallen neu aufstellen müssen. Durch die eigene Hallenzeitenvergabe an die Vereine verfügt die Gemeinde-verwaltung grundsätzlich über gute Steuerungsmöglichkeiten“, stellt Projektleiterin Sandra Diebel fest, „Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen hat Uedem bereits ein umfangreiches Sportstättenentwicklungskonzept. Zudem verbessert die Verwaltung ihre Steuerungs-möglichkeiten durch die Einbindung von Kennzahlen im Haushalt, mit denen sie ihre Ziele jährlich überwachen kann. Auch die Realisierung von Erträgen aus Hallennutzungsentgelten bewerten wir positiv. Die Vereine übernehmen Pflegearbeiten auf den Sportplätzen und Tennisanlagen sowie Hausmeisterdienste (Platzwart). Die kommunalen Aufwendungen für die Unterhaltung und Pflege der Sportanlagen liegen unter dem Durchschnitt," lobt Projektleiterin Sandra Diebel.

„Die Gemeindeverwaltung in Uedem hat bereits viele steuerungsrelevante Daten zu ihren Spiel- und Bolzplätzen vorliegen", erläutert Sandra Diebel. „Das Angebot an Spiel- und Bolzplätzen ist - gemessen an den Einwohnern - als umfangreich zu bezeichnen. Bei den Unterhaltungs-aufwendungen je Quadratmeter  liegt die Gemeinde oberhalb des Benchmarks. Die Kennzahl wird hierbei durch die kleinen Spielplatzflächen und die hohen Aufwendungen für die Jugendfreizeitstätte negativ beeinflusst.
Die Gemeinde sollte sich daher einen Überblick über die Frequentierungen und die Attraktivitätihrer Spielplätze verschaffen. Dieses Wissen kann sie dann nutzen, um wenig frequentierte Spielplätze konsequent zurückzubauen, wenn diese entbehrlich sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich in unmittelbarer Nähe attraktivere Spielplätze befinden."

Zum Prüfungsfeld der Verkehrsflächen rät Projektleiterin Sandra Diebel: „Die Verkehrsflächen werden in vielen Kommunen stiefmütterlich behandelt. Die Gemeinde Uedem verwendet für die Erfassung der Daten ihrer Verkehrsflächen eine Straßendatenbank, die extern gepflegt wird. ImHaushalt stellt sie die Zustandsveränderungen der Verkehrsflächen dar. Hierbei erfasst sie jährlich jedoch nur die Verbesserungen. Wir empfehlen, auch die Verschlechterungen kenntlich zu machen. Die Unterhaltungsaufwendungen liegen deutlich unter dem Richtwert. Eine erneuteZustandserfassung der Verkehrsflächen wird zeigen, ob die Aufwendungen für einen nachhaltigen Vermögenserhalt ausreichend waren."

„Wir sehen hier in Uedem eine Gemeinde, die schon viel bewirkt hat und in vielen Bereichen gut aufgestellt ist. Ziel der Verantwortlichen in Rat und Verwaltung muss es bleiben, den Haushalt weiterhin nachhaltig zu sichern und dauerhaft das Gemeindevermögen für die nachfolgenden Generationen zu erhalten", betont gpaNRW Präsident Heinrich Böckelühr abschließend.

Bürgermeister Rainer Weber erklärt zu den Ergebnissen und Empfehlungen der überörtlichen Prüfung der gpaNRW:
"Ich bin mit den Ergebnissen der Prüfung mehr als zufrieden. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird damit ein sehr gutes Zeugnis hinsichtlich eines wirtschaftlichen Verwaltungshandelns ausgestellt. Das gute Prüfergebnis basiert sicherlich auch auf den in Abstimmung mit demGemeinderat umgesetzten Empfehlungen der Gemeindeprüfungsanstalt NRW aus den Jahren 2008 und 2014. Wir werden uns daher auch mit den Empfehlungen aus dieser gpa-Prüfung beschäftigen."

Info zur gpaNRW
Die gpaNRW ist Teil der staatlichen Aufsicht des Landes über die Kommunen und wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie hat ihren Sitz in Herne. Ihr ist durch Gesetz und Stadtordnung die überörtliche Prüfung aller 396 Kommunen, der 30 Kreise sowie der StädteRegion Aachen, der beiden Landschaftsverbände und des Regionalverbandes Ruhr (RVR) übertragen. Präsident der gpaNRW ist Bürgermeister a.D. Heinrich Böckelühr. Die gpaNRW veröffentlicht ihre Prüfungsberichte auf ihrer Homepage unter www.gpa.nrw.de.

 

 

 

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